Computer und Software; die Nutzungsdauer beträgt ab 2021 nur noch ein Jahr

Anders als bei den GWG müssen die Anschaffungskosten aber auf 12 Monate beginnend mit dem Anschaffungsmonat verteilt werden.

Um die Digitalisierung in der Corona-Krise voranzutreiben, hat ein Bund-Länderbeschluss der Finanzverwaltung einen außergewöhnlichen Kurswechsel verschrieben: Als Nutzungsdauer von Computern und Software ist nunmehr ein Jahr anzunehmen. Allgemein sind unterjährige Anschaffungen nur zeitanteilig abzuschreiben. Deshalb müssen die Anschaffungskosten von Hard- und Software gleichmäßig auf den Erwerbsmonat und die elf folgenden Monaten verteilt werden, bei Anschaffungen ab Februar eines Jahres wirken sich steuermindernd also teils im gleichen und teils im folgenden Veranlagungszeitraum aus. Computer und Software dürfen nicht wie Geringwertige Wirtschaftsgüter unabhängig vom Anschaffungsmonat im selben Jahr vollständig abgesetzt werden.

Die kürzere Nutzungsdauer kann leider erst in den Gewinnermittlungen ab 2021 angewandt werden, also nicht mehr rückwirkend für die nun anstehenden Steuererklärungen 2020. Allerdings können 2021 dann alle Restbuchwerte der bis 2020 angeschafften Hard- und Software vollständig ausgebucht werden, weil sich die Grundsätze des BMF-Schreibens auch auf Wirtschaftsgüter im Bestand erstrecken sollen (BMF-Schreiben vom 26.02.2021, IV C 3 – S 2190/21/10002 :013).

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