12/2012

Inhalt:
1. Steuertermine Dezember 2012
2. Selbstbucher: Last call zur Authentifizierung über ELSTER
3. BMF-Begräbnis erster Klasse: Gelangenheitsbestätigung nur in Ausnahmefällen

Sehr geehrte Mandantinnen und Mandanten,

 

letztmals in diesem Jahr die Steuerinfos aus unserer Kanzlei sowie die Erinnerung an die Steuertermine. Wir wünschen Ihnen eine geruhsame Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2013.

 

RA Peter Eller und sein Kanzleiteam


 

 

1. Abgabe- und Zahlungstermine Dezember 2012

 

- Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung für Oktober 2012 (bei  Dauerfristverlängerung) bzw. für November 2012 (ohne Dauerfristverlängerung)

  sowie der Lohnsteueranmeldung November 2012:                                                  10.12.12

- Einkommensteuer- und Solidaritätszuschlagsvorauszahlung 4. Qu. 2012                  10.12.12

- Schonfrist für Zahlung (Eingang auf Finanzamtskonto):                                          13.12.12

- Abgabe der ZM für November 2012 (bei monatlicher Abgabe)                                 27.12.12

 

 

2. Selbstbucher: Last call zur Authentifizierung über ELSTER

 

Die elektronische Abgabe von Lohnsteueranmeldungen und Umsatzsteuer-Voranmeldungen benötigt ab dem 01.01.2013 eine Authentifizierung. Damit sind bereits die Dezember-Meldungen betroffen, die im Januar 2013 zu übermitteln sind. Wegen der Bearbeitungsdauer von bis zu zwei Wochen sollten alle Selbstbuchen schnellstmöglich die erforderliche Registrierung in Angriff nehmen. Dazu muss ein elektronisches Zertifikat im Elster-Online-Portal unter www.elsteronline.de/eportal beantragt werden. Erforderlich ist die Angabe der Steuernummer und einer E-Mailadresse. Die technischen Voraussetzungen dürften bei zeitgemäßer Windows-Hard- und Softwareausstattung in der Regel erfüllt sein. Wir empfehlen die günstigste Art der Registrierung, das kostenlose „ElsterBasis“. Das von der Steuerverwaltung erstellte und übermittelte Zertifikat wird als Datei auf dem Rechner installiert und ermöglicht dann sofort die authentifizierten Steueranmeldungen.

 

Nach der Registrierung können über das Elster-Online- Portal auch die Zusammenfassenden Meldungen abgegeben werden. Die gesonderte Abgabe über das BOP-Portal des Bundeszentralamtes für Steuern entfällt dann.

 

 

3. BMF-Begräbnis erster Klasse: Gelangenheitsbestätigung nur in Ausnahmefällen

 

Der deutsche Sonderweg einer obligatorischen Gelangenheitsbestätigung als Belegnachweises für innergemeinschaftliche Warenlieferungen war von vorneherein ein Holzweg. Der deutsche Alleingang im Rahmen der EU-harmonisierten Umsatzsteuervorschriften in § 4 Nr. 1 Buchst. b, § 6a UStG war nach Ansicht von Fachkreisen ohne Rechtsgrundlage im EU-Recht und damit höchst angreifbar. Nach fast einem Jahr sieht das auch der Gesetzgeber ein und errichtet schon an der Einfahrt zu dieser Sackgasse eine Sperre: Die Gelangenheitsbestätigung spielt nur noch in den Abholfällen eine Rolle, wenn also der Käufer die Ware abholt und selbst ins EU-Ausland transportiert. In allen anderen Fällen bleibt es bei den bisherigen Belegmöglichkeiten, in erster Linie Frachtbriefe oder ähnliche Nachweise der beauftragten Transportunternehmen.

 

Auch in den Abholfällen sollte vorsichtshalber zunächst eine Rechnung mit Umsatzsteuer ausgestellt werden oder eine Kaution in Höhe des Umsatzsteuerbetrages verlangt werden. Legt der Abholer die Gelangenheitsbestätigung nach Ankunft der Ware im Bestimmungsland vor, wird eine korrigierte Rechnung ohne Umsatzsteuer erstellt und die zu viel bezahlte Umsatzsteuer bzw. die Kaution zurückerstattet. In der Buchhaltung wird der Erlös dann nachträglich als steuerfrei behandelt und entsprechend umgebucht.

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