07/2013

Inhalt:
1. Steuertermine Juli 2013
2. Geringere Strafgelder für säumige Microkapitalgesellschaften
3. Ersatzanspruch gegen Krankenversicherung muss geltend gemacht werden
4. Interna: Zwei neue Steuerfach-Azubis ab September 2013

 

Sehr geehrte Mandantinnen und Mandanten,

 

Sommerzeit ist Ferienzeit, für mich ausnahmsweise einmal besonders lange: ich darf daran erinnern, dass ich mich vom 01.07.2013 bis einschließlich 06.08.2013 und vom 09.08. bis einschließlich 31.08.2013 in Elternzeit befinde. In den Monaten Juli und August wenden Sie sich bitte in allen laufenden Angelegenheiten an meine für Sie zuständigen Mitarbeiter. Ferner werde ich als Anwalt von Herrn RA Shang vertreten, der für diese Zeit allgemein bei der Kammer als Rechtsanwaltsvertreter bestellt ist. Und in der Arbeitswoche von 12.08. bis 17.08.2013 sind die Kanzleien geschlossen.

 

RA Peter Eller und sein Kanzleiteam

 

 

1. Abgabe- und Zahlungstermine Juli 2013

 

- Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung für Mai 2013 (bei  Dauerfristverlängerung) bzw. für Juni 2013 (ohne Dauerfristverlängerung)

  der Lohnsteueranmeldung Juni 2013:                                                                   10.07.13

- Schonfrist für Zahlung (Eingang auf Finanzamtskonto):                                         15.07.13

- Abgabe der ZM für März 2013 (bei monatlicher Abgabe)                                        25.05.13

- Abgabe der ZM für das 1. Quartal 2013 (bei quartalsweiser Abgabe)                       25.05.13

 

 

2. Geringere Strafgelder für säumige Kleinstkapitalgesellschaften

Für kleinste Kapitalgesellschaften wird für Wirtschaftsjahre ab 2012 die Strafbewehrung der Veröffentlichungspflicht beim elektronischen Bundesanzeiger abgemildert. Statt mindestens 2.500,00 € sind künftig bei Nicht-Veröffentlichungen – nach fruchtlosem Ablauf der gesonderten sechswöchigen Aufforderungsfrist – nur noch 500,00 bis 1.000,00 € fällig. Als Grenze für die Kleinstkapitalgesellschaften sind zwei von drei Kriterien festgelegt: eine Bilanzsumme bis zu 350.000,00 €, Umsatzerlöse von bis zu 70.000,00 € und eine Mitarbeiterzahl von bis zu zehn im Jahresdurchschnitt jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen. Wir schreiben im Herbst 2013 alle Mandanten, die Geschäftsführer von Kleinstkapitalgesellschaften an, ob sie die Erleichterungen in Anspruch nehmen wollen: also ob sie lediglich eine um einige Punkte verkürzte Bilanz an den elektronischen Bundesanzeiger übermitteln oder wie bisher veröffentlichen möchten. Von einer Entlastung der Kleinstgesellschaften kann wegen der genau so arbeitsintensiven Vorarbeiten zur Veröffentlichung keine Rede sein.

 

 

3. Ersatzanspruch gegen Krankenversicherung muss geltend gemacht werden

Wer privat krankenversichert ist und eine Beitragsrückerstattung erwarten kann, wenn er in einem Kalenderjahr keine Leistungen in Anspruch nimmt, darf nicht damit rechnen, dass die selbstgetragenen Kosten steuerlich als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig sind. Diese werden nur bei Krankheitskosten anerkannt, die dem Steuerpflichtigen zwangsläufig entstehen. Hat er jedoch einen Erstattungsanspruch gegen seine Versicherung, so fehlt es an der Zwangsläufigkeit der Belastung. Dies hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz im Urteil vom 31.01.2012 (2 V 1883/11) im Einklang mit der aktuellen BFH-Rechtsprechung entschieden. Das Motiv der Beitragsrückerstattung ist also irrelevant und steuerschädlich.

 

Ein Ehepaar machte Krankheitskosten von knapp 5.000 € geltend, die ihre Krankenversicherung erstattet hätte, wenn dies das Ehepaar beantragt hätte. Das Ehepaar war auch abgesehen von der Entscheidung des Gerichts steuerlich schlecht beraten: Beitragsrückerstattungen mindern in voller Höhe den Anteil an den Prämien für den Basisschutz. Das Ehepaar konnte zwar die Beitragsrückerstattung einstreichen, gleichzeitig minderten sich dadurch aber auch die voll abzugsfähigen Kosten für den Krankenversicherungs-Basisschutz. Logisch zwingend ist die Anrechnungsvorschrift des Gesetzgebers übrigens nicht: Beitragsrückerstattungen beziehen sich auf die gesamt entrichteten Prämien also sowohl für den Basisschutz als auch für den Komfortschutz. Wirtschaftlich lohnt sich daher nur bei recht geringfügigen Krankheitskosten, auf die Erstattung durch die Versicherung zu verzichten und die Beitragsrückerstattung nicht zu gefährden.

 

 

4. Interna: Zwei neue Steuerfach-Azubis ab September 2013

Das Team in der Implerstraße wird seit 01.06.2013 durch die geprüfte Buchhalterin Frau Alena Usinger verstärkt. Sie beginnt Ihre Ausbildung zur Steuerfachangestellten in unserer Kanzlei ab 01.09.2013. In Gräfelfing wechselt am 15.09.2013 Frau Ines Kapetanovic (Azubi im 2. Ausbildungsjahr) aus einer Münchner Steuerkanzlei zu uns. Sie ist Diplom-Ökonomin (Ljubljana, Slowenien).

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