05/2011

Inhalt:
1. Steuertermine Mai
2. Problemfelder beim Vorsteuerabzug von Personengesellschaften
3. Personalia: Frau Maria Brum neuer Azubi in der Zweigstelle Gräfelfing

Sehr geehrte Mandantinnen und Mandanten,

 

im letzten Monat wurden nur Urteile veröffentlicht, die in der Praxis seltene Fälle betrafen oder eher nachteilig für Steuerbürger waren. Deshalb fällt die Steuerinformation diesmal kurz aus. Ansonsten bleibt nur die Hoffnung: Alles neu macht der Mai!

 

RA Peter Eller und sein Kanzleiteam

 

 

1. Abgabe- und Zahlungstermine Mai 2011

 

- Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung für März 2011 (bei  Dauerfristverlängerung) oder für April 2011 (ohne) sowie Lohnsteueranmeldung April 2011:                 10.05.11

- Schonfrist für Zahlung (Eingang auf Finanzamtskonto):                        13.05.11

- Fälligkeit der Gewerbesteuervorauszahlung für das 2. Quartal 2011:     15.05.11

- Schonfrist für Zahlung (Eingang auf dem kommunalen Konto):             18.05.11

- Abgabe der ZM für April 2011 (bei monatlicher Abgabe):                       25.05.11

 

2. Problemfelder beim Vorsteuerabzug von Personengesellschaften

 

In Personengesellschaften wird oftmals vereinbart, dass von der Gesellschaft angeschaffte und teilweise privat genutzte Wirtschaftsgüter, vor allem betriebliche Fahrzeuge, von den Gesellschaftern selbst zu bezahlen sind und auf diese zuzulassen sind. In diesen Fällen ist jedoch der Vorsteuerabzug aus der an die Personengesellschaft gerichteten Rechnung stark gefährdet. Der BFH fordert zusätzlich, dass das Wirtschaftsgut von einem Konto der Gesellschaft bezahlt und das Fahrzeug auf die Personengesellschaft zugelassen wird. Da nach Kfz-Zulassungsrecht Personengesellschaften nicht Fahrzeughalter sein können, verlangt der BFH – völlig überspannt – dass im Kfz-Schein der Name des Gesellschafters als Halter mit dem Zusatz der Personengesellschaft eingetragen wird.

 

Der Vorsteuerabzug durch die Personengesellschaft ist stets dann die einzige Möglichkeit des Abzugs, in denen der Gesellschafter außerhalb der Tätigkeit für die Gesellschaft nicht ebenfalls Unternehmer ist. Die vorzugswürdige Lösung ist allerdings, wenn der Gesellschafter das Fahrzeug im eigenen Namen kauft und den Wagen umsatzsteuerpflichtig an die Personengesellschaft vermietet. Aus der Vermietungstätigkeit alleine ergibt sich ohne weiteres eine unternehmerische Tätigkeit des Gesellschafters.

 

Der Vorsteuerabzug aus den Steuerberatungs-Rechnungen für die Feststellungserklärung von Personengesellschaften wird diesen nach einem Urteil des BFH vom 08.09.2010 (XI R 31/08) ebenfalls versagt: Begründung: Feststellungsbescheide sind im Ergebnis nicht an die Personengesellschaft sondern an deren Gesellschafter gerichtet und werden allein in deren Interesse erlassen. Die Gesellschafter von Personengesellschaften sind aber in den seltensten Fällen vorsteuerabzugsberechtigt, so dass ein Wechsel des Rechnungsadressaten nicht abhilft. Wir begegnen dieser nicht nachvollziehbaren Rechtsprechung dadurch, dass wir die Steuerberatungsrechnung für die Feststellungserklärungen möglichst gering halten, so dass sich der Schaden in Grenzen hält. Dies gilt auch für unsere Rechnungen für die Einkommenssteuererklärungen unserer Mandanten: Der BFH hat jüngst bestätigt, dass es verfassungsgemäß sei, den Sonderausgabenabzug für diese Aufwendungen zu versagen.

 

3. Personalia: Frau Maria Brum neuer Azubi in der Zweigstelle Gräfelfing

 

Dank der speziellen Abiturklassen für die G9-Abgänger in der Steuerberufsschule, die bereits Mitte Mai beginnen, konnte der dringend benötigte Azubi in Gräfelfing zügig gefunden werden. Frau Maria Brum ist seit dieser Woche Mitglied im Kanzleiteam!

 

Nach oben

© nemadesign GbR Stuttgart 2015