Minijobs für Werkstudenten: Auf die Besonderheiten der pauschalen Krankenversicherungsabgabe und der Optierung auf Rentenversicherungspflicht achten

Mit einer geringfügigen Einbuße beim Nettoeinkommen kann ein nachhaltiger Erwerbssicherungs- und Versicherungsschutz zu einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis erlangt werden.

Bei den Minijobs bis zu 400 € im Monat sind Besonderheiten zu beachten. Ist ein Student beispielsweise privat krankenversichert, kann bei der Minijobabgabe der pauschale Krankenversicherungsanteil in Höhe von 13 % wegfallen.

 

Ferner sollte – wie bei jedem Minijob, siehe dazu den Steuertipp „Minijobs: die Vorteile der Pauschalversteuerung richtig nutzen.” – unbedingt die Option gewählt werden, freiwillig Arbeitnehmeranteile in die Rentenversicherung zu zahlen. Nur in diesen Fall kommt der Student in den Genuss einer Erwerbsminderungsrente, wenn er im Rahmen des Minijobs schwer verunglückt (Arbeitsunfall und Wegeunfälle). Der Schutz in der Berufsgenossenschaft ist nämlich nur unzureichend.

 

Allgemeine Voraussetzung ist, dass vor dem Versicherungsfall in den letzten 5 Jahren 36 Monate Versicherungspflicht bestand. Diese Versicherungspflicht wird auch im Rahmen eines Minijobs mit Arbeitnehmeroption zur Rentenversicherungspflicht erfüllt. Dadurch wird eine Erwerbsminderungsrente über das unter Umständen gesamte verhinderte Arbeitsleben erlangt und das auf einem Niveau, das sich auf das Niveau der angestrebten Tätigkeit bezieht. Mit einer geringfügigen Einbuße beim Nettoeinkommen (derzeit 9,95% vom Minijob brutto bei 400 € also knapp 40 €) ist also ein Erwerbssicherungs-Versicherungsschutz zu einem unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnis zu erreichen. Schließlich ist zu beachten: Die Option muss der Minijobber schriftlich an den Arbeitgeber übermitteln.

 

Zum Thema siehe auch den Steuertipp: „Werkstudenten sind in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht gegenüber normalen Arbeitnehmern privilegiert."

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