Steuertipps A-Z

Abfindungsbestimmung in GmbH-Verträgen nach steuerlichen Bewertungsvorschriften
29. September 2009

Neuregelung im Bewertungsgesetz seit 01.01.2009 führt zu überhöhten Abfindungswerten. 

Abfindungsklauseln, die hilfsweise auf steuerliche Bewertungsvorschriften verweisen, sind zulässig
27. April 2012

BGH bestätigt ausdrücklich, dass eine zunächst zulässige Nominalwertklausel wegen des erheblich gestiegenen Gesellschaftswertes später rechtsunwirksam werden kann. 

Arbeitszeitkontenmodelle sind auch für Gesellschafter-Geschäftsführer zulässig und interessant
12. September 2006

Die Finanzverwaltung stellt allerdings einige – teils umstrittene – Anforderungen. 

Bewertung des Betriebsvermögens in der Erbschaft- und Schenkungssteuer: Vereinfachtes Ertragswertverfahren und Alternativen
01. März 2010

Überhöhte Steuerwerte im Zuge der Neuregelung im Bewertungsgesetz seit 01.01.2009 können vermieden werden. 

Darlehen an Gesellschafter: angemessener Zinssatz muss nicht in jedem Fall im Wege der Margenteilung ermittelt werden
19. Februar 2007

FG Baden-Württemberg hält 0,7 % über Festgeldzinssatz bei solide finanzierter GmbH für ausreichend. 

Darlehen von Angehörigen an eine Personengesellschaft: Schädlicher Gesamtplan, wenn die Darlehensvaluta zuvor verschenkt wurden
05. März 2008

BFH urteilt aber anders, insbesonderewenn gegen die GmbH bestehende Darlehensforderungen an Angehörige verschenkt werden. 

Darlehensverlust als Anschaffungskosten nur beim unmittelbaren Anteilseigner
30. November 2009

Darlehen von nur mittelbar Beteiligten und von nahen Angehörigen sollten vermieden werden. 

Den Freibetrag nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG und den Staffeltarif kann auch eine GmbH in Anspruch nehmen
20. Oktober 2005

Voraussetzung ist lediglich, dass sie sich als stille Gesellschafterin an einer anderen GmbH beteiligt. 

Einbringung eines Einzelunternehmers in Betriebs-GmbH: Alles- oder Nichts-Prinzip
21. Januar 2010

Buchwertübertragung erfordert entweder die vollständige Übertragung der Betriebsgrundlagen auf die Betriebs-GmbH oder die vollständige Verpachtung. 

Einlagen eines GmbH-Gesellschafters in das GmbH-Vermögen ohne Gegenleistung
27. Mai 2010

BFH nimmt keine Schenkung zu Gunsten der anderen GmbH-Gesellschafter an und weicht insofern von R 18 Abs. 3 ErbStR ab. 

Gemischt genutzte Gebäude der GmbH bei teilweiser Überlassung an den Gesellschafter-Geschäftsführer zu Wohnzwecken
02. September 2008

FG Baden-Württemberg erkennt den vollen Vorsteuerabzug an, wenn die Wohnnutzung zu üblichen Werten in Rechnung gestellt wird. 

Geschäftsführergehälter und verdeckte Gewinnausschüttung: Neue Falle durch das Halbeinkünfteverfahren
03. April 2006

Finanzverwaltung ändert bestandskräftige Einkommensteuerbescheide nicht mehr, wenn Gehaltsbestandteile als verdeckte Gewinnausschüttung bei der GmbH versteuert werden. (aktualisiert 03.04.2006) 

Geschäftsführergehälter: Bemessungsgrundlage von Gewinntantiemen klar definieren
07. März 2008

Ein vorhandener Verlustvortrag muss laut BFH einbezogen werden, ein Bilanzgewinnvortrag bleibt außen vor. 

Geschäftsführergehälter: Prüfungsschema der Finanzamtverwaltung
08. September 2008

Die Rechtsprechung ist dagegen oft bürgerfreundlicher und ist bei er Gesamtwürdigung anhand eines internen und externen Fremdvergleichs großzügiger. 

Geschäftsführergehälter: Steuerfreie Lohnzuschläge sind für Gesellschafter-Geschäftsführer weitgehend tabu
08. März 2011

Die Rechtsprechung lehnt Überstundenvergütungen auch bei mehreren Minderheitsgesellschafter-Geschäftsführern ab. 

Geschäftsführergehälter: Tantiemebestandteile müssen angemessen sein
26. Februar 2007

Umsatztantieme laut BFH nur ausnahmsweise und in engen Grenzen zulässig. 

Geschäftsführerwohnung: Vorsteuerabzug aus den Kosten der GmbH ist zulässig.
21. Juni 2010

Voraussetzung ist jedoch eine Überlassung aus überwiegend betrieblichem Interesse. 

Gesellschafter-Geschäftsführer: Geschäfte sind mit der eigenen GmbH möglich
01. März 2004

BFH stellt bei Berater- und Subunternehmerverträgen allerdings auf einen Fremdvergleich ab. (aktualisiert 11.05.2011) 

Gesellschafter-Geschäftsführer: Kein Zufluss von Arbeitslohn bei bedingungslosem Gehaltsverzicht
21. April 2011

BFH deckelt Finanzverwaltung in ihrem Bestreben, fiktive Zuflüsse zu versteuern. 

Gesellschafter-Geschäftsführer: Zinszufluss wird bei Fälligkeit fingiert, wenn die ‚GmbH zahlungsfähig ist
19. August 2008

BFH nimmt die Zahlungsfähigkeit der GmbH auch an, Überziehungen über das Kreditlimit hinaus eingeräumt werden. 

Gesellschafterdarlehen: unverzinsliche Darlehen sind wegen der Abzinsungspflicht nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG unbedingt zu vermeiden.
03. März 2011

Die Finanzrechtsprechung billigt jedoch Zinsverzicht, Rangrücktritt und Kettendarlehen mit einer Laufzeit von jeweils bis zu einem Jahr. 

Gewinnausschüttung bei der GmbH: disquotale Verteilung voraussetzungslos zulässig
30. Oktober 2008

Finanzgericht Baden-Württemberg entscheidet auf der Linie des BFH und gegen Verwaltungsauffassung. 

GmbH und Still: Auf die höchstzulässige Verzinsung achten
21. März 2007

Finanzgericht Bremen fordert, dass die Bedingungen auch in späteren Jahren angemessen sein und ggf. angepasst werden müssen. 

GmbH-Anteilsverkauf: Verlustverrechnung im Veräußerungsjahr anteilig möglich
03. August 2011

Finanzgerichte Hessen und Münster lassen anteilige Verlustverrechnung mit Gewinnen bis zum Veräußerungszeitpunkt zu. (aktualisiert 03.08.2011) 

Haftung des Geschäftsführers für Steuerausfälle
11. September 2006

KWelche Steuern sollte der Geschäftsführer in den kritischen Wochen vor einem möglichen Insolvenzantrag noch bezahlen? 

Heimbüro der GmbH kann eine wesentliche Betriebsgrundlage darstellen und damit zu einer Betriebsaufspaltung führen.
21. Januar 2014

Für das FG München gilt dies ausnahmslos dann, wenn für den Satzungssitz der GmbH die Adresse des Heimbüros angegeben wird. 

Heimbüro des Gesellschafter-Geschäftsführers: Vermietung wird bei vorrangigem betrieblichen Interesse steuerlich anerkannt.
09. Oktober 2011

Neues Urteil des Finanzgerichts München eröffnet gegenüber der Finanzverwaltung Spielräume. 

Kapitalerhöhung: Vorsicht bei disquotaler Aufstockung der GmbH-Anteile
21. März 2007

Bei Familienangehörigen müssen die stillen Reserven im gleichen Anteilsprozentsatz fortbestehen. 

Körperschaftsteuerguthaben aus Zeiträumen vor 2002: Finanzverwaltung zahlt damit verknüpfte Guthaben aus Solidaritätszuschlägen nicht aus.
21. Juni 2010

Das Bundesverfassungsgericht erklärt jedoch jeden Totalverlust infolge der Übergangsvorschriften vom Anrechnungs- zum Halbeinkünfteverfahren für verfassungswidrig. 

Notwendiges Betriebsvermögen wird bei Ladenflächen von Filialbetrieben stets angenommen.
26. September 2011

BFH verschärft die Voraussetzungen und lehnt eine allgemeine 10-Prozent-Grenze ab, unter der Wirtschaftsgüter von völlig untergeordneter Bedeutung ausscheiden.  

Pensionsansprüche: Vorsicht bei Abfindungen im Zuge eines Verkaufs einer GmbH
23. Juni 2011

Die Zwangslage des Verkäufers sollte dokumentiert werden. (aktualisiert 23.06.2011) 

Pensionsrückstellung: erstmalige Einstellung in voller Höhe bei Übergang zu neuen Richttafeln
25. Januar 2010

FG Brandenburg stellt sich gegen BMF-Schreiben, das auch in diesem Fall fordert, die Übergangsdifferenz auf 3 Jahre zu verteilen. 

Pensionszusage: Altersversorgung des Gesellschafter-Geschäftsführers muss angemessen und erdienbar sein.
23. Juni 2011

Wird die Pensionszusage nachträglich erhöht, ist ebenfalls der zehnjährige Erdienungszeitraum zu beachten. (aktualisiert 23.06.2011) 

Pensionszusage: Frage des Vorwegabzugs bleibt trotz Gesetzesänderung weiter relevant
25. Januar 2010

Die umfangreiche Abgrenzung der Rechtsprechung ist für die Günstigerprüfung auch ab 2008 zu beachten. 

Pensionszusage: schädliche Überversorgung liegt vor, wenn 75% der Aktivbezüge überschritten werden
25. Januar 2010

Außerdem muss der 10-jährige Erdienungszeitraum im Regelfall eingehalten werden. 

Pensionszusagen berühren nicht unbedingt die erweitere Abzugsmöglichkeit bei den Sonderausgaben (früherer Vorwegabzug)
25. Januar 2010

Das für Gesellschafter-Geschäftsführer günstige BFH-Urteil vom 16.10.2002 wurde durch das Jahressteuergesetz 2008 ausgehebelt und ist nur noch für die Günstigerprüfung relevant. 

Rangrücktritt für ein Gesellschafterdarlehen erhöht im Regelfall sofort den Gewinn.
13. Oktober 2015

Laut BFH-Urteil vom 15.04.2015 wird der Gewinn jedoch durch eine verdeckte Einlage in Höhe des werthaltigen Teils des Darlehens ausbilanziell wieder abgerechnet. 

Sanierungsgesellschafter können Darlehensausfall als Verlust geltend machen
28. März 2006

FG Düsseldorf erkennt in diesem Fall nachträgliche Anschaffungskosten an. 

Schadensersatzleistung des Geschäftsführers für Bußgeldzahlungen der GmbH
01. Oktober 2015

FG Münster nimmt eine Einnahme bei der GmbH an, obwohl die Aufwendungen der GmbH für das Bußgeld steuerlich nicht abzugsfähig sind.  

Schuldzinsenabzug bis zur Löschung der GmbH möglich
25. Januar 2010

Auch der Auflösungsverlust für den Gesellschafter ist regelmäßig erst zu diesem Zeitpunkt steuerlich wirksam. 

Solidaritätszuschlag auf die ratierlich auszuzahlenden Körperschaftssteuerguthaben nach § 37 Abs. 4 KStG
07. Mai 2012

Bundesverfassungsgericht entscheidet, ob es verfassungsmäßig ist, dass der Solidaritätszuschlag seit 2008 weder erstattet noch auf die Körperschaftssteuer-Bemessungsgrundlage angerechnet wird. 

Sparschwein-GmbH: GmbH-Gründungen zum Halten von Immobilien- und Wertpapierbesitz nicht unbedingt vorteilhaft.
25. Januar 2010

Steuerverwaltung und ein Urteil des Finanzgerichts Hamburg beschränken die Ertragssteuerfreiheit von Gewinnen aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften. 

Sparschwein-GmbH: Steuern sparen durch die Gründung einer thesausierenden GmbH bzw. UG
25. Januar 2010

Für die Gründung einer Unternehmergesellschaft/UG (haftungsbeschränkt) ist nur noch ein Startkapital von ca. 150 € erforderlich. 

Steuerbelastungsvergleich zwischen Einzelunternehmen und GmbH nach dem Halb- bzw. Teileinkünfteverfahren
02. Mai 2008

Erstmals in der langen Geschichte steuerlicher Experimente der Nachkriegszeit überwiegen die Steuervorteile der GmbH. 

Stuttgarter Verfahren: Nur vollständig abgelaufene Wirtschaftsjahre sind heranzuziehen
25. Januar 2010

Bei fast abgelaufenen Wirtschaftsjahren sollte der Bewertungsstichtag unter Umständen hinausgezögert werden. 

Teilwertabschreibungen auf Beteiligungsbesitz sind bei Kapitalgesellschaften steuerneutral
25. Januar 2010

Sie wirken sich nur auf das Betriebsvermögen auf der Eignerebene der GmbH aus. 

Treuhandabreden im Vorgründungsstadium der GmbH sind laut LSG Schleswig-Holstein anzuerkennen.
03. August 2011

Dies stellt einen möglichen Rettungsanker dar, wenn die Satzung der GmbH zu einem nicht gewollten Ergebnis führt. (03.08.2011) 

Untermietvertrag des Gesellschafter-Geschäftsführers an seine GmbH: Auch marktübliche Miete kann eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellen.
25. Januar 2010

Laut BFH gilt dies aber nicht, wenn der wesentlich günstigere Hauptmietvertrag des Gesellschafter-Geschäftsführers schon vor der GmbH-Gründung abgeschlossen wurde.  

Unternehmensregister: Empfindliches Bußgeld droht allen GmbHs, wenn die Bilanz 2006 nicht bis 31.12.2007 eingereicht wird
25. Januar 2010

Wichtige Informationen zum elektronischen Handelsregister und elektroni-schen Unternehmensregister. 

Verlustabzugsbeschränkung in § 8c KStG verfassungsmäßig?
03. August 2011

FG Hamburg legt Bundesverfassungsgericht diese Frage zur Prüfung vor. (03.08.2011) 

Verluste aus der Beteiligung an einer GmbH richtig geltend machen
25. Januar 2010

Im Veräußerungsjahr sollte bereits erklärt werden, dass in den Folgejahren weitere Verlustpositionen erwartet werden. 

Verlustvortrag: Ganzer oder teilweiser Verlust bei Anteilserwerben über 25 %
25. Januar 2010

Bei gestaffeltem Anteilserwerben bis zu insgesamt 50 % rettet die richtige Reihenfolge den Verlustvortrag bis zu 24,99 %. 

Vorabausschüttungen: Nützliches Instrument hinsichtlich Offenlegung und Investitionsabzugsbetrag
06. Juli 2011

Nach einem Urteil des Finanzgerichts Münster führt es aber zu gravierenden Nachteilen, wenn der Ausschüttungsbetrag zu üppig bemessen ist. 

Zufluss von Beratungsvergütungen wird im Aufwandsjahr der GmbH unterstellt
25. Januar 2010

Auf die Auszahlung der Vergütungen kommt es beim beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer nicht an. 

Zufluss von Zinsen beim beherrschenden Gesellschafter einer liquiden GmbH zum Zeitpunkt der Fälligkeit
25. Januar 2010

Zahlungsfähigkeit der GmbH nimmt der BFH auch an, wenn zwar andere Gläubiger nicht jedoch die Zinsforderung bedient werden kann. 

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